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Aktuelles aus dem Betreuungs- und Pflegebereich

DRAMATISCHE ZUSTÄNDE IN DEN HEIMEN – PFLEGEPERSONAL SCHLECHT AUSGEBILDET (Link>)
SCHOCK-STUDIE: Drohen unsere Alten zu verhungern?
Die Hälfte der Pflegeheim-Bewohner ist von Mangelernährung bedroht, sie könnten sogar verhungern.
Grund: Sie essen nicht ausreichend, trinken zuwenig oder sie sind schwer krank. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Witten/Herdecke, die heute auf einer Tagung in Witten vorgestellt wird.
Oft ist aber auch der Ausbildungsstandard des Pflegepersonals so schlecht, dass sie nicht in der Lage sind, eine Mangelernährung der Bewohner frühzeitig zu erkennen.
Sabine Bartholomeyczik (65), Professorin für Pflegewissenschaften an der Universität Witten/Herdecke, zu BILD.de: „Nur etwa die Hälfte der Altenpfleger ist professionell ausgebildet. Die anderen Helfer sind gering qualifizierte Hilfskräfte!“
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Polnische Pflegekräfte machen häusliche 24 Stunden Pflege bezahlbar
Pflegefälle leben gefährlich. Insbesondere dann, wenn sie für längere Zeit zu Hause auf sich selbst gestellt sind, obwohl sie eigentlich einer 24 Stunden Pflege bedürften. Da kann eine kleine Unachtsamkeit schon einen schlimmen Sturz zur Folge haben. Und jeder, der sich mit der Physiologie des Alters auch nur ein klein wenig auskennt, der weiß, dass ein betagter und demineralisierter Oberschenkelhals schneller bricht als antikes Glas. Die schmerzhaften Folgen für den hilflosen Senior mag man sich gar nicht vorstellen müssen. Doch woher kommt dieser scheinbare Leichtsinn, mit dem die körperliche Unversehrtheit des Pflegebedürftigen auf dem Spiel steht? Die Antwort darauf ist eine menschlich gut nachvollziehbare Kombination aus unterschiedlichen Faktoren. Zum einen haben die meisten Senioren den verständlichen Wunsch, nicht in ein Altersheim zu müssen. Zum anderen aber sind die Angehörigen mit einer eigentlich notwendigen 24 Stunden Pflege meist körperlich, seelisch und auch finanziell deutlich überlastet.
Und so kommt es, dass hilflose alte Bäume, die sich gegen ihre Verpflanzung wehren, länger alleine zu Hause sind, als dies, streng genommen, verantwortbar ist. In diesem Spannungsfeld sind polnische Pflegekräfte eine echte Hilfe und eine wirkliche Unterstützung.
Durch polnische Pflegekräfte wird eine häusliche 24 Stunden Pflege sowohl in logistischer als auch in finanzieller Hinsicht problemlos darstellbar.
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Ernährung von Senioren in stationären Einrichtungen
Mangelernährung ist keine Seltenheit

(dge) Knapp zwei Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner in stationären Einrichtungen der Altenpflege sind von Mangelernährung betroffen oder gefährdet. Dies zeigen Ergebnisse der ErnSTES-Studie1 aus dem DGE-Ernährungsbericht 2008, die den Ernährungs- und Gesundheitszustand von älteren Menschen in Alten- und Pflegeheimen untersuchte. Viele unterschreiten die D-A-CH-Referenzwerte für die tägliche Nährstoffzufuhr erheblich. Als besonders problematisch ist die Versorgung mit Vitamin D einzustufen. Daneben ist bei vielen Senioren und Seniorinnen die Zufuhr von Vitamin E, Vitamin C, Folat, Calcium und Magnesium deutlich zu gering. Auch Fett, Kohlenhydrate, Eiweiß und Ballaststoffe weisen keine optimale Verteilung auf: Zu viel Fett und Zucker, zu wenig komplexe Kohlenhydrate, teilweise zu wenig Eiweiß und nur die Hälfte der empfohlenen Ballaststoffzufuhr prägen die Essgewohnheiten der Heimbewohner – ein Bild, das sich teilweise auch bei der restlichen Bevölkerung Deutschlands wiederfindet.
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ARD-exclusiv: Sendung vom 12.7.09 – LINK >>

Pflegerin mit Herz - Eine Polin für Oma
Die 79-jährige Käthe Jorch hatte mehrere Schlaganfälle und leidet seit Jahren unter Demenz. Eigentlich müsste sie ins Heim, denn ihr Mann ist selbst behindert und kann sie nicht mehr pflegen. "Das Problem, nicht zu wissen, wie es mit ihr weiter geht, hat mich lange Zeit sehr belastet", meint Heinrich Jorch.
Private Betreuerin aus Polen
Doch nun kann er aufatmen. Über eine Agentur fand der Rentner eine private Betreuerin, die er auch bezahlen kann. Genoweva kommt aus Polen und freut sich über ihren neuen Job, obschon sie ihre eigene Familie verlassen muss, um in Deutschland zu arbeiten. "Wir haben keine andere Wahl", sagt sie, "sonst kommen wir finanziell nicht über die Runden".. . .mehr>

DER WESTEN online: Protestmarsch in Herbede – LINK >>

"Alten Menschen muss man mehr helfen"
Ein Altenheim geht auf die Straße: „Jetzt schlägt's 13”, rufen rund 150 Mitarbeiter und Bewohner des St. Josefshauses immer wieder. Mit Trillerpfeifen und Protestplakaten machen sie ihrem Ärger über zu viel Bürokratie, gekürzte Budgets, zunehmende Kontrollen und Zeitmangel in der Altenpflege Luft.
Über jedem Plakat mahnt Artikel 1 des Grundgesetzes, die Würde des Menschen zu achten.
Genau das sei in den Heimen aber kaum mehr möglich, so die Kritik der Demonstranten. „Alte Menschen und Pfleger haben keine Lobby” oder „15 Minuten für ein Mittagessen, das schafft nicht mal ein Gesunder” steht auf ihren Plakaten.
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WELT online: BEDRÜCKENDE ERGEBNISSE – LINK >>

Missstände in der Altenpflege
Es ist eine Studie, die Angst vorm Altwerden macht: Bei 8500 untersuchten toten Menschen über 60 Jahren stellten die Rechtsmediziner des Universitätsklinikums Eppendorf einen extrem schlechten Pflegezustand fest. In Zahlen ausgedrückt: Jede achte Leiche hatte schwere Druckliegegeschwüre, 15 Prozent waren unterernährt, sieben Prozent zuvor mit einer Bauchsonde künstlich ernährt worden. Bei einem Drittel dieser Fälle war die Haut dort entzündet. Sechs Prozent hatten weder Zähne noch Prothesen im Mund. Die Toten stammen aus Pflegeheimen, Kliniken und aus Privatwohnungen. . . .mehr>

eyeP.tv: Heimaufsicht deckt Missstände auf – LINK >>

Pflege-Schande: Neue Fälle
München - Viel Schatten, aber ein bisschen mehr Licht als früher – so könnte man den Bericht der Heimaufsicht übertiteln.
Sieben Mal, informiert der drastischste Teil des Reports über die Zustände in den Alten- und Pflegeheimen in den Jahren 2007/2008, musste bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet werden: Es gab Hinweise, dass Pflegepersonal gegenüber ihren wehrlosen Schützlingen Gewalt anwendeten. Am Donnerstag wird das Papier dem Stadtrat vorgestellt. KVR-Referent Wilfried Blume-Beyerle: „Die Anzahl der Defizite ist gewachsen und noch zu hoch. Von einer Entwarnung in der Pflege kann nicht gesprochen werden.“
Alarmierend ist das Ausmaß der „gefährlichen Pflege“. 144 solcher dramatischen Mängel wurden bei 1281 Kontrollen entdeckt. Verliert etwa ein Heimbewohner viel Gewicht, drei oder vier Kilo in der Woche, und die Einrichtung kümmert sich nicht darum, werden die Kontrolleure sofort aktiv. Ebenso wenn ein Bettlägeriger einen Dekubitus entwickelt, sich also wundgelegen hat. . . .mehr>

ABENDZEITUNG Nürnberg (online): PFLEGESKANDAL – LINK >>

Wie viele Köpfe müssen rollen?
DINKELSBÜHL – Die skandalösen Zustände im Stephanus-Altenheim von Dinkelsbühl haben erste personelle Konsequenzen nach sich gezogen. Eine Stationsleiterin wurde vom Dienst suspendiert, eine weitere Mitarbeiterin fristlos entlassen. Das Diakonische Werk, Träger des Heims, hat angekündigt, alle Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Wurden mehrere Bewohner misshandelt?
Die Staatsanwaltschaft in Ansbach bestätigte, dass unter anderem die Todesumstände von drei Heiminsassen genau untersucht würden. Trotz erkennbarer massiver Beschwerden, so der Anfangsverdacht, habe die Stationsleiterin verhindert, einen Arzt zu holen. Außerdem geht die Behörde den von zwei Pflegekräften erhobenen Vorwürfen nach, dass mehrere Bewohner der Einrichtung körperlich misshandelt worden seien. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung. . . .mehr>

vorwaerts.de: ENDSTATION PFLEGE – LINK >>

Endstation Pflege?
Im wieder hören wir von skandalösen Zuständen in Pflegeheimen. Wir lesen von alten Menschen, die mit Beruhigungsmitteln „kaltgestellt“ werden, die man verdursten lässt oder zwingt, in Windeln zu liegen. All dies ist scheinbar weit weg vom „normalem Leben“ – doch was geschieht, wenn man plötzlich selbst von der Frage betroffen ist: wohin mit den Eltern? . . . mehr>

Rheinische Post: UNWÜRDIGE PFLEGE

Viel zu wenig Personal muss sich um Senioren kümmern
Eine alte Dame liegt im Bett im Zimmer ihres Pflegheims. Draußen ist es heiß, die Seniorin hat Durst. Doch sie ist schwer an Alzheimer erkrankt, kann nicht mehr selbstständig nach der Schnabeltasse auf dem Beistelltisch greifen. Nur alle zwei Stunden hat ein Pfleger Zeit, der Heimbewohnerin Wasser zu geben und ihr mit einem feuchten Tuch den Schweiß aus dem Gesicht zu wischen. Situationen wie diese sind keine Ausnahme, sondern der Alltag in unseren Altenheimen. Viel zu wenig Personal muss sich um Senioren kümmern, die immer älter und immer hilfsbedürftiger werden. Die Rahmenbedingungen machen eine qualitativ hochwertige Pflege nicht möglich. Es ist beschämend, wie unwürdig alte und kranke Menschen im Jahr 2009 in den Einrichtungen unseres Landes dahinvegetieren. Jetzt wollen die katholischen Altenheime die Politik wachrütteln. Viele Einrichtungen haben den Eindruck, dass der Medizinische Dienst der Krankenkassen die Pflegedürftigkeit ihrer Bewohner bei der Begutachtung schönt, um Kosten zu sparen. Ein Vorwurf, den NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) schleunigst aufklären muss. Nicht, weil Wahlen anstehen - sondern aus christlicher Verantwortung. . . . Pressemeldung, 10.7.2009>

TK Pressestelle: Jeder zweite Pflegende im Dauerstress –

Wer kranke Angehörige betreut, darf die eigene Gesundheit nicht vergessen
Hamburg (ots) - Über zwei Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Fast die Hälfte von ihnen wird ausschließlich von den eigenen Angehörigen zu Hause versorgt. Wie sehr dies die Laienpfleger belastet, zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage in Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Dort gab fast jeder zweite pflegende Angehörige an, dass ihn die Aufgabe an den Rand eines Burnouts bringt. Sie bestimmt oft ihr ganzes Leben und ist unter den Pflegenden Stressfaktor Nummer eins.
Um ihnen so lange wie möglich das Zuhause zu erhalten, betreuen Eltern ihre schwerkranken Kinder, pflegen Kinder ihre Eltern und Eheleute ihre Partner - manchmal rund um die Uhr, ohne Feiertag oder Urlaub. "Die Pflege ist eine anstrengende Arbeit, bei der viele Angehörige an ihre Grenzen geraten, sich selbst überfordern und ihre Gesundheit vernachlässigen", sagt TK-Pflegeexpertin Marina Mücke. Den Tribut zahlen sie auch körperlich: So leiden sechs von zehn Pflegenden laut der TK-Studie unter Rückenschmerzen, jeder Fünfte unter Herz-Kreislauf-Beschwerden. Ein Viertel der Pflegenden schläft schlecht und vielen drückt die Last auch auf den Magen. Fast jeder Fünfte gab dies an.
"Wer einen Angehörigen pflegt, sollte von vornherein darauf achten, sich nicht zu übernehmen - ohne Pausen ist die Mammut-Aufgabe kaum zu bewältigen", sagt Mücke. Sie rät, sich feste Freiräume zu schaffen, um neue Kraft zu schöpfen. Häufig reiche schon ein regelmäßiger freier Nachmittag oder Abend. "Das ist nicht nur für den Pflegenden wichtig - indirekt helfen die Auszeiten auch dem betreuten Angehörigen. Wer sich gestresst und überlastet fühlt, ist unausgeglichen, unzufrieden und reagiert schnell aggressiv", sagt die Pflegexpertin. Das bestätigt auch die TK-Studie: Jeder dritte Pflegende gab darin an, sich ständig nervös und gereizt zu fühlen. "Für eine gewisse Zeit kann man das vielleicht noch unterdrücken. Aber irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man einfach nicht mehr kann", so Mücke. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sei es wichtig, sich rechtzeitig Hilfe zu holen.
Können Verwandte, Freunde oder Nachbarn nicht einspringen, verhilft ein ambulanter Pflegedienst zu einer Verschnaufpause. "Was viele nicht wissen: Auch eine Pflegender kann sich eine Auszeit nehmen - zum Beispiel für einen Urlaub", so Mücke. Diese so genannte Ersatzpflege ist für bis zu 28 Tagen im Jahr möglich, die Pflegeversicherung übernimmt dafür bis zu 1.470 Euro.
Zum Hintergrund:
Der bevölkerungsrepräsentative "Kundenkompass Stress" ist in Zusammenarbeit der TK mit dem F.A.Z.-Institut und Forsa entstanden. Die kompletten Studienergebnisse gibt es im Internet unter www.presse.tk-online.de. Dort kann auch der dazugehörige Stress-Medienservice heruntergeladen werden.
Pressemeldung, 3.6.2009>

polentoday.de: PFLEGEPERSONAL AUS OSTEUROPA – LINK >>

Pflegepersonal aus Osteuropa ist erlaubt, wenn... Sebastian Wieschowski berichtet für Welt Online
Wer zum Pflegefall wird, möchte meist in den eigenen vier Wänden bleiben. Kann die Versorgung aber nicht von Angehörigen gewährleistet werden, muss nach Alternativen gesucht werden. Pflegekräfte aus Osteuropa scheinen da eine preisgünstige Möglichkeit zu bieten. Im Internet tummeln sich die Vermittleragenturen. Die „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“, angesiedelt beim Zoll, kennt ihre Pappenheimer, kommt aber kaum nach mit der Bearbeitung (meist) anonymer Anzeigen. Oft sind simple Rechtsvorschriften missachtet worden, denn grundsätzlich illegal ist die Einstellung osteuropäischen Pflegepersonals nicht. Eine Broschüre der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz gibt nun umfassende Informationen.
Wenn Pflegebedürftige rund um die Uhr in ihrer Wohnung betreut und versorgt werden müssen, ist dies meist nicht ohne Hilfe von außen zu leisten. Eine 24-Stunden-Pflege durch deutsche Pflegedienste verursacht allerdings hohe Kosten – bis zu 10.000 Euro kann sie im Monat kosten. Der Anteil von Schwarzarbeit ist hoch. Von 70.000 bis 100.000 Osteuropäerinnen, die alte Menschen in Deutschland illegal pflegen, geht der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) aus. Zahlreiche Agenturen mit Sitz in Deutschland sind darauf spezialisiert, osteuropäische Pflegekräfte in deutsche Haushalte zu vermitteln. Doch die Rechtslage beim Einsatz von Pflegern aus Osteuropa ist oft nicht ganz klar. Eine neue Broschüre der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz soll eine bessere Übersicht verschaffen.
Die Verbraucherschützer stellen klar:
Pflegekräfte aus Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (dieser besteht aus den EU-Staatens sowie Island, Liechtenstein und Norwegen) können normalerweise in jedem anderen Mitgliedsland einer Arbeit nachgehen. Doch Übergangsregelungen zur Arbeitnehmerfreizügigkeit erschweren den Einsatz von Pflegern aus Osteuropa: Die europaweit freie Arbeitswahl ist für Arbeitnehmer aus Polen, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Lettland, Litauen, Estland, Bulgarien und Rumänien derzeit ausgesetzt. Wer aus diesen Ländern kommt und in Deutschland arbeiten will, benötigt eine Arbeitserlaubnis der Bundesagentur für Arbeit. Doch diese bekommen Pflegekräfte aus Osteuropa nicht.
Hintertür im Gesetz ermöglicht Beschäftigung. . . mehr>

DerWesten.de: SENIOREN – LINK >>

Altenpflege: Zu wenig Zeit, zu viel Bürokratie, zu wenig Geld
Die Alltags-Probleme in Pflegeheimen sind am 13. Juli 2009 bei einer öffentlichen Diskussion, an der auch Politiker teilnahmen, ungeschönt benannt worden.
Pflegekräfte hätten zu wenig Zeit für jeden einzelnen Patienten. Der Finanzdruck sei seit Einführung der Pflegeversicherung 1996 gestiegen. Absurder Bürokratismus raube Zeit und Nerven. Allein das Pflegeheim „Marienhaus” in der Innenstadt (102 Bewohner) kämpft vor Gericht noch immer um Pflegegeld für 20 Patienten – dabei sind diese schon seit Jahren tot.
In manchen Heimen kämen gerade mal zwei Kräfte auf 30 Bewohner, hieß es gestern. Für die komplette Morgen-Versorgung von hochbetagten und bisweilen schwerstkranken Menschen stünden inklusive Wecken, Duschen, Anziehen und Frühstück/Füttern bisweilen nur wenig mehr als 25 Minuten pro Person zur Verfügung – ein grotesk niedriger Wert. Allein das Duschen könne bei einem Demenzkranken bis zu einer Stunde in Anspruch nehmen . . . mehr>